Geschriebene Wortehttp://uhilger.de/worteDas Journal von Ulrich Hilgerde-deUlrich Hilger, http://uhilger.deTue, 22 Aug 2017 11:01:57 +0200Ins Netz gegangen<p><a href="/cms/pub/photo/id/g/8883" data-lightbox="8883"><img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="/cms/pub/photo/id/k/8883" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Alle sind&nbsp;heute im Netz pr&auml;sent. Schade nur: Viele Teilnehmer sind in den Silos von Facebook, Twitter oder Instagram vergraben. Ich habe mich vor einigen Wochen mal bei Facebook angemeldet, wollte wissen, wie es da so ist und muss f&uuml;r mich feststellen: Es&nbsp;gibt mir nichts.&nbsp;</p><p>Ich verstehe noch immer nicht, warum man es vorzieht, auf&nbsp;Twitter oder Facebook einer Quelle zu folgen anstatt die Quelle selbst zu verwenden.</p><p>Nehmen wir beispielsweise Magnum Photos. Ich sehe f&uuml;r Fotografien und Essays gerne und regelm&auml;&szlig;ig deren Webseite an. Immer, wenn dort ein neuer Inhalt erscheint, gibt es auch einen Eintrag auf&nbsp;Twitter und Facebook. Einen RSS-Feed scheint Magnum&nbsp;gar nicht mehr zu unterhalten.&nbsp;</p><p>Aber muss ich sofort vom neuen Inhalt erfahren und daf&uuml;r&nbsp;<span style="font-size: 1em;">eigens ein Twitter-Konto haben</span>? In der Regel habe ich zum Zeitpunkt der Meldung ohnehin keine Zeit, den neuen Beitrag anzusehen und m&ouml;chte auch nicht st&auml;ndig ungelesene 'Neuigkeiten' aufarbeiten m&uuml;ssen.</p><p>Lieber ist mir der umgekehrte Weg. Wenn ich Lust und Zeit habe,&nbsp;<span style="font-size: 1em;">schaue ich direkt&nbsp;bei Magnum herein und sehe, was es seit dem letzten Mal so Neues gibt</span>. Es kommt mir sehr entgegen, dass Magnum eine eigene Webseite betreibt und Aufwand in die Pr&auml;sentation eigener Inhalte steckt anstatt sie in die beschr&auml;nkten 'Silos' von Facebook oder Twitter zu zw&auml;ngen.</p><p>Noch immer gilt: Auf die Inhalte kommt es an.</p><p>Mag es auch sein, dass ohne Facebook und Co. von Inhalten im Netz keiner etwas mitbekommt. Inhalte m&uuml;ssen erst einmal da sein und sie k&ouml;nnen und sollten eigenst&auml;ndig im Netz stehen.</p><p>Wie also bringt&nbsp;man ohne Facebook, Twitter oder Instagram Inhalte ins Netz? Ich verwende die <a href="/dev/Software/WebBox/WebBox">WebBox</a>&nbsp;f&uuml;r so etwas. Erst k&uuml;rzlich ging beispielsweise eine neue Fassung der <a href="/photo">Fotoseiten</a> online, die auf der WebBox l&auml;uft und auch ihre Inhalte von da&nbsp;bezieht. &nbsp;</p><p>Nun ist es nicht jedermanns Sache, einen eigenen Server im Netz zu installieren und zu betreiben. Dank moderner M&ouml;glichkeiten der Cloud muss man das auch gar nicht, das Zauberwort hei&szlig;t <a href="http://www.docker.com">Docker</a>. Viele Anbieter haben mittlerweile Laufzeitumgebungen f&uuml;r Container im Programm, freilich beispielsweise auch <a href="https://cloud.google.com/container-engine/">Google</a> um nur einen zu nennen.</p><p>Der Unterschied und Vorteil einer solchen Webpr&auml;senz gegen&uuml;ber Facebook oder Twitter ist, dass sie vollkommen frei und ohne Einschr&auml;nkungen gestaltet und mit Inhalten versehen werden kann. Und mit etwas wie der WebBox ist man zudem nicht an eine bestimmte Laufzeitumgebung gebunden, kann seine Inhalte und L&ouml;sungen unver&auml;ndert jederzeit sehr einfach und schnell auch auf eine andere Plattform bringen.</p><p>Also: Die WebBox einfach als Docker-Container starten und im Handumdrehen eigene Inhalte ins Netz stellen.</p><p style="text-align: right;">Bild: <br />Frankfurt, Mai 2017<br />Kodak Gold 400</p>http://uhilger.de/worte?b=4938Ulrich Hilger, http://uhilger.de4938Sun, 13 Aug 2017 20:15:00 +0200Eingeklinkt<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/9119" data-lightbox="9119"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/9119" alt="foto" width="240" height="167" /> </a>Das Auto voll Proviant laden und f&uuml;r zwei Wochen auf ein Boot verschwinden. Hinaus aufs Meer, sich ausklinken. Das war der Plan f&uuml;r diesen Sommer und er ist aufgegangen. Beschauliche H&auml;fen, kein Netz, ein gutes Buch und ebensolcher Tropfen, alles wie es sein muss.</p><p>Nun hat uns fast der Alltag wieder aber noch h&auml;lt die Wirkung erfreulicherweise durchaus an.</p><p>Ich habe ungew&ouml;hnlich wenig Fotografien gemacht. Auch das hat vielleicht zum 'Ausklinken' beigetragen. Mal nicht dem Diktat der mitgef&uuml;hrten Kamera folgen und einfach da sein.</p><p>Umbr&uuml;che allenthalben, denn auch der in den letzten zwanzig Jahren tradierte Familienurlaub br&ouml;ckelt langsam und unwiederbringlich dahin. Sohn Nummer Eins war studien- und klausurbedingt erstmals nicht dabei. Der Lauf der Zeit.</p><p>Sonst noch zu vermelden: Nach l&auml;ngerer Bosselei an einer neuen Fassung der <a href="/photo">Fotoseiten</a> ist diese heute in Produktion gegangen. Es war mal Zeit, die neueste Webtechnik zu verwenden. Die Linkseite und der RSS-Feed fehlen noch, aber meine Fotografien erfreuen sich ab sofort bereits einer modernisierten "Betrachtbarkeit".&nbsp;</p><p style="text-align: right;">Bild:<br />Seedorf, Juli 2017<br />Kodak Portra 160 @ 500 (push 2)</p>http://uhilger.de/worte?b=4937Ulrich Hilger, http://uhilger.de4937Wed, 2 Aug 2017 20:41:17 +0200Ramsch<p>Wer kennt noch <a href="http://www.allmusic.com/album/first-offense-mw0000650237">Sunglasses at Night</a> von Corey Hart? Keine Ahnung, ob der Song das Verhalten dieser Zeitgenossin motivierte, aber eine Sonnenbrille bei schw&auml;rzester Nacht zu tragen erscheint mir bei aller Coolness ein kleinwenig unpraktisch, Rummelplatzlichter hin oder her. Aber das Lied mag ich.</p><p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8748" data-lightbox="8748"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8748" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8769" data-lightbox="8748"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8769" alt="foto" width="120" height="83" /> </a></p><p>Jedenfalls war der Umstand Anlass f&uuml;r diese Fotografie. Ein wenig dunkel und k&ouml;rnig aber f&uuml;r einen Schnellschuss aus der Hand im Vorbeigehen kann man es glaube ich gelten lassen.</p><p>Ich war sonst auch eher f&uuml;r Aufnahmen wie das Bild mit Oliver Kahn und Diego Maradona dort. Rummelpl&auml;tze sind eben stets ein unwiderstehlicher Mischmasch aus bunten Lichtern und skurrilen Blickwinkeln. Und am Wochenende ist wieder Mainfest in Frankfurt, mal sehen, ob ich es schaffe, hinzugehen.&nbsp;</p><p>Was tut sich eigentlich so unter Fotografie-Interessierten? Online scheint im Augenblick nicht viel zu passieren, oder t&auml;usche ich mich und trage eine Sonnenbrille bei Nacht? Naja, das Netz taugt ohnehin nur zum Verramschen, viel wichtiger ist, weiter Bilder zu machen.&nbsp;</p><p style="text-align: right;">Bilder: <br />Dippemess Frankfurt, April 2017<br />Fuji Superia 1600 @ 2000 (push 1)</p>http://uhilger.de/worte?b=4936Ulrich Hilger, http://uhilger.de4936Mon, 31 Jul 2017 19:22:45 +0200Volksbegehren<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/9059" data-lightbox="9059"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/9059" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Jetzt ist er um, der G20-Gipfel in Hamburg. Wer wollte den nochmal haben? Und was ist herausgekommen? Viel Bohai um Nichts und der deutsche Steuerzahler zahlt die Zeche. Diese Millionen w&auml;ren woanders besser angelegt gewesen.</p><p>Sprachlos macht, wie sehr die Gewalt in Hamburg eskaliert ist.</p><p>Warum konnten rund 20.000 Polizeibeamte diese kriegs&auml;hnlichen Handlungen nicht verhindern? Was hat ihnen gefehlt, um diese Gewalttaten zu verhindern? Und wie konnte diese hohe Zahl an Gewaltt&auml;tern offenbar unbehelligt ihre Taten vorbereiten?&nbsp;</p><p>Es gibt eine ganze Reihe Fragen, von denen ich hoffe, dass die Verantwortlichen sie gestellt bekommen und beantworten. Und ich w&uuml;rde es vorziehen, dass die Medien diesen Fragen nachgehen anstatt fortw&auml;hrend diese Sensationsmeldungen herauszugeben. Die Fakten m&uuml;ssen auf den Tisch. </p><p>Bis dahin darf eine Forderung von einer Demo in Frankfurt von unl&auml;ngst mal erneut mit Fug und Recht vorgebracht werden: Tanzbares Leben f&uuml;r alle.</p><p style="text-align: right;">Bild:<br />Frankfurt, Juni 2016<br />Kodak Tri-X<br />400 @ 640 (push 1)</p>http://uhilger.de/worte?b=4933Ulrich Hilger, http://uhilger.de4933Sun, 9 Jul 2017 23:40:11 +0200Empfang<p>Der R&ouml;merberg in Frankfurt ist gew&ouml;hnlich fest in der Hand von Reisenden aus aller Welt. Ausnahmen bilden Kultur- und Sportveranstalungen, Kundgebungen und gelegentlich der Empfang honoriger Zeitgenossen. Ich war hingegangen als sich die Eintracht neulich feiern lie&szlig;, schlie&szlig;lich kommt so etwas ja nicht alle Tage vor.</p><p>Die Warterei auf die Ballk&uuml;nstler geriet allerdings recht z&auml;h f&uuml;r meinen Geschmack, daran konnten auch Bespa&szlig;ung und Musik des hr nichts &auml;ndern. Als Fan sieht man das gewi&szlig; ganz anders, wie das Gejohle vor Ort auch zu best&auml;tigen wu&szlig;te.</p><p>Pl&ouml;tzlich ging jedenfalls alles ganz schnell, die T&uuml;r ging auf, B&uuml;rgermeister, Trainer und Spieler zeigten sich.</p><p>Der B&uuml;rgermeister hielt eine Ansprache, sinngem&auml;&szlig; etwa: Die Teilnahme am Endspiel des DFB-Pokals war eine tolle Leistung. Der Trainer sagte einige Worte, sinngem&auml;&szlig; etwa: N&auml;chste Saison wird es wieder spannend und alle freuen sich schon ganz doll. Vielleicht klappts auch wieder mit dem DFB-Pokal. Und auch die Spieler durften etwas sagen, sinngem&auml;&szlig; etwa: Wir m&ouml;gen unsere Fans und spielen gerne bei der Eintracht.</p><p>Das wollten die Fans h&ouml;ren, alle waren ziemlich aus dem H&auml;uschen. Schlie&szlig;lich gingen alle wieder ihrer Wege, ich habe ein paar Bilder zum Andrenken, die Sommerpause kann kommen.</p><p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8901" data-lightbox="8901"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8901" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8898" data-lightbox="8901"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8898" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8906" data-lightbox="8901"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8906" alt="foto" width="120" height="83" /> </a></p><p style="text-align: right;">Bilder:<br />Frankfurt, R&ouml;merberg, Mai 2017<br />Kodak Portra 400<br />400 @ 640 (push 1)</p>http://uhilger.de/worte?b=4908Ulrich Hilger, http://uhilger.de4908Wed, 21 Jun 2017 23:31:19 +0200Wirklich<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8643" data-lightbox="8643"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/8643" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Kurios, wenn man so dr&uuml;ber nachdenkt: Es entstehen Milliarden digitaler Fotografien aber viele von ihnen schaffen es nie in die wirkliche Welt. Ja, Ausbelichten auf Papier kostet Geld, aber so viel wie man vielleicht glaubt ist es auch wieder nicht. Besonders nicht, wenn Bilder mit einem gewissen Ma&szlig; entstehen.</p><p>Die H&uuml;rde scheint eher die Bequemlichkeit zu sein. Das Bild ist ja schon auf dem Bildschirm und obendrein Ruck Zuck im Netz, wo es auf der ganzen Welt gesehen werden kann. Sache erledigt. Wozu noch in den Laden oder zur Post gehen um Papierbilder zu ordern? Selbst die vergleichsweise einfache Online-Bestellung scheint bereits ein Schritt zu viel zu sein.</p><p>Dabei muss es nicht immer gleich ein Buch sein. Einfach auf Papier ausbelichten reicht schon. Bei mir liegen fortw&auml;hrend irgendwelche Fotografien auf Papier herum. Einzeln, in Stapeln, an unterschiedlichen Stellen. Jedes Bild, das mir so in den Blick oder in die Hand ger&auml;t, erf&auml;hrt eine - wie soll man es nennen - Wiederkunft?</p><p>Eine Fotografie auf Papier ist anders. Man kann sie in die Hand nehmen. Ganz ohne Hilfsmittel betrachten. Auf dem Tisch ausbreiten. Sortieren, neu sortieren, gruppieren, herumreichen. In eine Schachtel tun, diese weglegen oder transportieren, jederzeit herausnehmen und ansehen.</p><p>Mit einer Fotografie auf Papier ist etwas Dingliches geschaffen, ist das Bild &uuml;berhaupt erst in der Welt. Die Kopie einer Fotografie auf Papier ist ihr eigenes Objekt. Eine zweite Kopie derselben Fotografie ist ihr eigenes Objekt. Beide einzigartig. Verdient die Fotografie auf dem Bildschirm &uuml;berhaupt diese Bezeichnung?&nbsp;</p><p>'Eine Fotografie machen' bezeichnet den Akt des Fotografierens. Das Bild zu Papier zu bringen hat keine gleichartige Wendung. Ausbelichten, Abz&uuml;ge machen usw. benennen diesen Schritt, spielen aber keine vergleichbare Rolle wie die Redewendung 'ich mache ein Foto von Dir'. Ein Foto gilt als 'gemacht' wenn man es fotografiert hat. Wahrscheinlich, weil es bis vor einiger Zeit in aller Regel anschlie&szlig;end zu Papier gebracht wurde.&nbsp;</p><p>Dass man mittlerweile Bilder wenn &uuml;berhaupt eher selten zu Papier bringt hat sich sprachlich noch nicht ausgepr&auml;gt. Fotografien gelten noch immer als 'gemacht' sobald sie fotografiert wurden. Allein sie sind streng genommen noch nicht da. Liegen auf einem Datentr&auml;ger wie auf einer Filmrolle, wo man sie nicht ohne weiteres betrachten kann.</p><p>Es fehlt etwas, wenn eine Fotografie nicht in die Hand genommen und betrachtet werden kann. Mag auch die deutliche Mehrzahl der Fotografien aussortiert, weggelegt und nie wieder angeschaut werden. Es bleiben stets Bilder, die man gerne wieder hervor holt. Die etwas beinhalten, das einem wichtig, teuer oder aus anderem Grund wert ist, es aufzuheben.</p><p>Ich zeige gern auch Bilder herum und daf&uuml;r ist das Internet zweifellos ein un&uuml;bertroffenes Mittel. Bilder auf einer Webseite herzeigen, das d&uuml;rfte sp&auml;testens seit flickr so ziemlich die selbstverst&auml;ndlichste Handlung geworden sein, die man sich f&uuml;r Leute, die Fotos machen denken kann. Mach ich Foto, tu ich Facebook.</p><p>Ich wei&szlig; aber auch, dass diejenigen Bilder, die ich gerne wieder hervor hole und ansehe, keinen gro&szlig; hinter dem Ofen hervor locken. Und freilich ist mir bewu&szlig;t, dass das gedanklich im Internet herumzeigen tats&auml;chlich gleichbedeutend ist mit 'kein Schwein guckt sich das an und wenn doch dann nur aus Versehen oder aus .. Gr&uuml;nden'. Es sei denn man ist Stephen Shore, William Eggleston, Elliott Erwitt oder so jemand.</p><p>Eine selbst gemachte Fotografie im Netz zeigen, vielleicht auch mit einem Textbeitrag, das ist eine Handlung, die ich durchaus immer wieder gerne ausf&uuml;hre und die nicht nur dem Wunsch folgt, Bild und Gedanken mitzuteilen, einerlei ob es nun jemanden interessiert oder nicht. Das hin und wieder selbst hervorkramen, durchbl&auml;ttern, neu entdecken von Fotografien, das Auffrischen von Erinnerungen allerdings, vielleicht gelegentlich auch gemeinsam mit jemandem, bleibt mir dennoch n&auml;her.&nbsp;</p><p>Und dabei geht es nicht um Nabelschau der 'eigenen Werke'. Das Wesen der Fotografie ist Ausdruck und Erinnerung. Einerlei ob eigene Bilder oder die von anderen zu betrachten, das dingliche Bild ist eine kulturelle Notwendigkeit die nicht durch Abbilder auf einem Monitor ersetzt werden kann. Gemaltes Bild auf Leinwand oder Fotografie auf Papier. Sie sind kulturelle Objekte die werden und vergehen. Diese Existenz und ihre Wirkung ist mit dem zeitweiligen und gew&ouml;hnlich kurzlebigen physikalischen Effekt der Erscheinung auf einem Monitor nicht vergleichbar.</p><p>Insofern gilt es, die richtige Priorit&auml;t zu setzen, das Herzeigen von Bildern ist eine bisweilen nette Nebensache, sch&ouml;n wenn sich mal jemand dahin verirrt, eines anzugucken. Fazit ist, die Bilder <em>m&uuml;ssen</em> zu Papier gebracht werden.&nbsp;</p><p>Nur so sind sie 'gemacht', erhalten sie eine Existenz, einen Wert. Ohne diesen Schritt kann das 'Foto machen' mitsamt virtuellem Herzeigen auch unterbleiben.</p><p style="text-align: right;">Bild<br />Mainz, April 2017<br />Kodak Portra 160, 160 @ 500 (push 2)</p><p>&nbsp;</p>http://uhilger.de/worte?b=4852Ulrich Hilger, http://uhilger.de4852Thu, 15 Jun 2017 09:31:33 +0200Schluckauf<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/4233" data-lightbox="4233"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/4233" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Es ist ja nicht so, dass sich viele Besucher auf diese Seiten verirren, aber jene die es tun werden in letzter Zeit hin und wieder mit der Nachricht "Server nicht gefunden" begr&uuml;&szlig;t. Ich wei&szlig;, das nervt. Mich auch.</p><p>Mein Router spinnt seit einiger Zeit. Ich habe schon alles gepr&uuml;ft was man untersuchen kann, ohne die Innereien des Ger&auml;ts zu &ouml;ffnen.</p><p>Bislang l&auml;sst sich das Problem nicht zuverl&auml;ssig wiederholen oder eingrenzen. Aber wenn es auftritt, l&auml;sst es sich tats&auml;chlich nur durch Ausschalten und neu Starten des Routers abstellen. Das ist nicht sonderlich hilfreich, wenn man gerade woanders ist.</p><p>Ich bin ziemlich sicher, dass die Router-Software seit der letzten Erneuerung einen Fehler in der Logik f&uuml;r die Portweiterleitung hat. Nach fundierter Schilderung des Problems kommt vom Hersteller leider nur ein lapidares "wir brauchen mehr Details, bitte mal Diagnose machen, Logs senden, usw. usf. ...". Kennt man ja. Geschenkt.</p><p>Willkommen in der deutschen Technik-Realit&auml;t.</p>http://uhilger.de/worte?b=4899Ulrich Hilger, http://uhilger.de4899Tue, 13 Jun 2017 08:46:50 +0200Regional<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8924" data-lightbox="8924"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/8924" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Fotografien anzuschauen, die von anderen Fotografen gemacht werden, ist eine gro&szlig;e Inspirationsquelle. Dabei ist nicht wichtig, ob es sich um einen Berufs- oder ber&uuml;hmten, erfolgreichen Fotografen handelt. Das Internet bietet jedem die selben M&ouml;glichkeiten, seine Bilder zu zeigen und das er&ouml;ffnet einen riesigen Inspirationskosmos.</p><p>Interessant ist, ob und wie sich Fotografien dabei regional unterscheiden. Denn die Unterschiede, die sich dabei finden, sind - sieht man einmal von den freilich unterschiedlich aussehenden Orten ab - eher von der Sichtweise und 'Handschrift' der Fotografen gepr&auml;gt und eben nicht allein von den unterschiedlichen Regionen.</p><p>Sichtweise und Handschrift m&ouml;gen von Mensch zu Mensch verschieden stark ausgebildet sein. Doch sind sie da und haben gro&szlig;en Anteil an besagter Inspiration.</p><p>Nat&uuml;rlich hat jede Region und jeder Ort Besonderheiten, die sich ebenfalls in Bildern und ihrer Anmutung niederschlagen und das hat fast genauso viel Interessantes zu bieten. Hier ist es aber eher der dokumentarische Charakter, der den Reiz ausmacht.</p><p>So sehr Fotografen auch eine eigene Sichtweise und Handschrift pflegen m&ouml;gen und so sehr wir alle vielleicht dann und wann aus unserer Heimatregion herauskommen. Zuletzt sind gerade die allt&auml;glichen Momente aus unserer unmittelbaren Umgebung Ausweis dieser Sichtweise und Handschrift. Vielleicht geh&ouml;ren sie sogar zusammen und sind eine Art Abbild, wie weit unsere Herkunft uns gepr&auml;gt hat?</p><p>Auf jeden Fall dokumentieren sie nicht nur unterschiedliche Regionen. Sie liefern sowohl dokumentarische Einblicke in die Bindungen, die ein Fotograf mit seiner Heimatregion pflegt, als auch interessante Antworten auf die Frage, welche Aufmerksamkeit er dieser allt&auml;glichen Umgebung entgegenbringt. Eine nicht selten facettenreichere, subtilere, intensivere Besch&auml;ftigung mit entsprechenden Ergebnissen.</p><p>&nbsp;</p><p style="text-align: right;">Bild:<br />Frankfurt, Mai 2017<br />Kodak Portra 400<br />400 @ 640 (push 1)</p>http://uhilger.de/worte?b=4906Ulrich Hilger, http://uhilger.de4906Sun, 11 Jun 2017 17:34:12 +0200Fundstuecke<p style="text-align: left;">Ein Manko digitaler Bilderstr&ouml;me &agrave; la flickr, Instagram und Facebook ist ihr 'Fast-Food-Charakter', bei dem Einzelbilder einander in stetigem Strom abl&ouml;sen und verdr&auml;ngen, was gerade erst erschienen war. Nicht nur der schnelle Konsum, auch eine gewisse Eint&ouml;nigkeit wird damit hergestellt. Es findet sich in nahezu jedem Bilderstrom meist mehr vom Gleichen, da eine Mischung verschiedener Inhalte, Arten oder Themen, wie sie zum Beispiel in folgenden Aufnahmen zu sehen sind, nur selten nebeneinander passt.</p><p style="text-align: center;"><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8792" data-lightbox="8792"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8792" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/6776" data-lightbox="8792"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/6776" alt="foto" width="120" height="83" /> </a></p><p>Ob harmonisch zueinander passend oder nicht, die Konsumenten sind es dank dieser Plattformen gewohnt, sich in schneller Folge durch Bildeindr&uuml;cke zu klicken oder zu 'wischen' ohne eingehender bei einem Bild oder gar einer ganzen Gruppe von Bildern zu verweilen.</p><p>Solche Portale sind nun einmal auf Reichweite, Popularit&auml;t und Masse ausgerichtet. Eine Pr&auml;sentation von Bilderstrecken oder auch die Gliederung nach gewissen Kriterien ist trotz der Funktion von Alben und Sammlungen nicht m&ouml;glich oder wird von den Nutzern solcher Dienste kaum beachtet, gesucht oder verwendet. Gewisse Kommentare oder R&uuml;ckfragen zu Dingen, die sich in Begleittexten oder Schlagworten zum Bild erschlie&szlig;en legen nahe, dass selbst einfachste Bildunterschriften bereits die Aufmerksamkeitsspanne des handels&uuml;blichen Netzteilnehmers &uuml;berfordern, von l&auml;ngeren Begleittexten oder Essays gar nicht zu reden.</p><p>Trotzdem ziehe ich die Pr&auml;sentation von Fotografien in Bilderstrecken gruppiert nach Themen, Inhalten und anderen Kriterien der des Einzelbildes vor. Wenn andere Dienste solche Darstellungen nicht ausreichend liefern, muss eben eine eigene Pr&auml;sentationsform hinzukommen und so halte ich es mit Journal und Fotoseiten schon lange.</p><p>Wenn die hier gezeigten Inhalte Andere erreichen ist das sch&ouml;n aber Voraussetzung ist es nicht. Es w&uuml;rde mir etwas fehlen ohne diese Seiten, nicht zuletzt auch, da hier ein entschleunigter, konzentrierterer und differenzierterer Umgang mit Fotografie und Fotografien m&ouml;glich ist.</p><p>Die Kurzlebigkeit der Bilderstr&ouml;me wird ja von der digitalen Bilderflut auch verst&auml;rkt. Mit dem Schlaufon fotografiert und direkt auf eine Plattform hochgeladen. Auch Digitalkameras haben diese Funktionen mittlerweile.</p><p>Bilder auf Film sind in aller Regel stattdessen nach Wochen oder Monaten &uuml;berhaupt erst ansehbar. Manchmal wei&szlig; ich nach dieser Zeit schon nicht mehr, was alles auf der Rolle drauf ist und nach der R&uuml;ckkehr aus dem Labor geht erst einmal die Durchsicht los. Den Bildergebnissen und der Auswahl sind derlei Zeitspannen sehr f&ouml;rderlich und auch das Fotografieren selbst ist davon beeinflusst und geschieht anders.</p><p>Die Ergebnisse gehen freilich unter im Get&ouml;se der tagt&auml;glichen digitalen Bilderflut.</p><p>Auch digitale Bilder wollen editiert werden, doch in den allermeisten F&auml;llen geht dort Aktualit&auml;t vor Qualit&auml;t. Vielfach scheint der Sinn eines Bildes &uuml;berhaupt nur im Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung zu liegen, je n&auml;her dran am Erlebten, desto besser. Sp&auml;ter h&auml;tte die Aufnahme wahrscheinlich gar keine Bewandnis mehr und ihr Inhalt allein ist ohne eine kurze Spanne zwischen Aufnahme und Ver&ouml;ffentlichung so uninteressant, dass jegliche Beachtung sich er&uuml;brigt.</p><p>All das kann hier entfallen und abseitige Bildkombinationen wie die obige d&uuml;rfen zugunsten kleinerer Bilderstrecken unterbleiben. Wo hier stattdessen Einzelbilder gezeigt werden, bleiben diese auch einzeln pr&auml;sentiert und sind nicht im n&auml;chsten Moment schon neben anderen und vielleicht unpassenden Aufnahmen zu sehen.</p><p>Daneben sind auch die Fotoseiten in Themen und Bildstrecken unterteilt und gerade ist mit den <a href="/photo?f=1762">Fundst&uuml;cken</a> wieder eine neue Rubrik hinzugekommen, die bestimmt nach und nach noch Zuwachs findet. Immer wieder liegen einsame Gegenst&auml;nde auf unseren Wegen. Dinge, die andere zur&uuml;ckgelassen oder verloren haben. Manche werden nicht mehr ben&ouml;tigt, andere vielleicht auch vermisst. Hier haben manche eine neue Heimat.</p><p>Bei den erw&auml;hnten Portalen geht mir mehr und mehr die Inspiration verloren. Und das ist nicht den Fotografien geschuldet sondern deren unzureichender W&uuml;rdigung in Form der wie beschrieben ungen&uuml;genden Form der Pr&auml;sentation. Wie wohltuend sind da neben Fotob&uuml;chern und Magazinen Webseiten wie etwa <a href="http://time.com/photography/lightbox/">Time Lightbox</a> oder der <a href="http://www.zeit.de/foto/index">Rubrik Fotografie der Zeit</a>.&nbsp;Sie k&ouml;nnen vielleicht an die Stelle der wahrscheinlich bald f&uuml;r immer verloren gegangenen Bildreportagemagazine treten und dem Leser mehr bieten als dieses zusammengew&uuml;rfelte Bilder-Fast-Food.</p>http://uhilger.de/worte?b=4902Ulrich Hilger, http://uhilger.de4902Thu, 8 Jun 2017 00:53:59 +0200Gestaltungsspielraum<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/7932" data-lightbox="7932"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/7932" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Kein Zweifel: Das Seitenverh&auml;ltnis der Bildschirme elektrischer Helferlein geht zunehmend in die Breite. Da w&auml;re es doch sch&ouml;n, wenn der Raum zur Darstellung von Inhalten in senkrechter Richtung nicht unn&ouml;tig mit Bedienelementen verstellt w&auml;re.</p><p>Der Browser ist f&uuml;r mich daf&uuml;r das beste Beispiel: Alle Bedienelemente, allen voran Reiter (neudeutsch Tabs) und Favoritenleiste lie&szlig;en sich vom oberen Rand wunderbar in ein Men&uuml; verlegen, die Adressleiste k&ouml;nnte einblendbar sein und ins Bild schwingen, wenn man sie braucht. Kurzum, am oberen Rand m&uuml;sste nichts weiter sein.</p><p>Auch Flie&szlig;texte k&ouml;nnen bestens auf ver&auml;nderlich breite Anzeigen gebracht und bei gen&uuml;gend Raum in der Breite mehrspaltig werden. Dazu muss dank CSS3 noch nicht einmal der Originalinhalt ver&auml;ndert werden. Die nachtr&auml;gliche Anwendung der CSS-Eigenschaften <code>column-width</code> und <code>column-count</code> gen&uuml;gt.&nbsp;</p><p>Und so lie&szlig;e sich noch beliebig fotfahren.</p><p>Moderne Bedienoberfl&auml;chen sind mehr denn je Teil von Anwendungen, die mit Webtechnologie entstehen und laufen im Browser.</p><p>Es ist Zeit die Gestaltung von Bedienoberfl&auml;chen anzupassen und den Inhalten mehr Vorrang &uuml;ber Bedienelemente einzur&auml;umen. Eine nicht auf bestimmte Bildschirmformen beschr&auml;nkte Gestaltung tut Not. Vor allem aber sollte endlich Schluss sein mit der Verm&uuml;llung des oberen Bildschirmrands mit Men&uuml;s, Tableisten, Symbolleisten und weiterem Schnickschnack.</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Verweise auf relevante Infos:</p><ul><li><a href="http://t3n.de/news/css3-texte-einfach-mehrspaltig-334072/">http://t3n.de/news/css3-texte-einfach-mehrspaltig-334072/</a></li><li><a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/hide-tabbar">https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/hide-tabbar</a></li><li><a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/hide-navigation-bar">https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/hide-navigation-bar</a></li><li><a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/tabs-menu">https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/tabs-menu</a></li></ul>&nbsp;<p>&nbsp;</p>http://uhilger.de/worte?b=4900Ulrich Hilger, http://uhilger.de4900Sat, 3 Jun 2017 10:36:59 +0200