Geschriebene Wortehttp://uhilger.de/worteDas Journal von Ulrich Hilgerde-deUlrich Hilger, http://uhilger.deSat, 25 Feb 2017 05:28:59 +0100Dienstplattform<p><a href="/cms/pub/photo/id/g/8545" data-lightbox="8545"><img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 0px solid black;" src="/cms/pub/photo/id/k/8545" alt="foto" width="240" height="160" /></a>Mit Tomcat und Derby besitzt die Java-Plattform zwei ziemlich praktische und noch dazu frei erh&auml;ltliche L&ouml;sungen f&uuml;r Web-, Applikations- und Datenbankserver und man fragt sich, warum diese eigentlich nicht als fertige Pakete zusammen erh&auml;ltlich sind.</p><p>Nachdem ich f&uuml;r meine Zwecke schon einmal eine eigene Distribution dieser Produkte erstellt hatte, nutzte ich zwischenzeitlich wieder eine Zeitlang die <a href="/dev/Tipps/Tomcat%20auf%20Ubuntu">Standard-Distribution von Tomcat</a>, die z.B. auf Ubuntu oder Debian sehr einfach einzuschalten ist.</p><p>Mit der Zeit nervt es aber, die jeweils von den Paketverwaltern zusammengestellten Fassungen immer wieder mit den gleichen eigenen Einstellungen zu versehen, wann immer neue Versionen oder eine Systemumstellung das wieder mal bedingt.</p><p>Ohnehin ist die Java-Technologie geschaffen f&uuml;r den umgekehrten Weg. Programme und Plattform bilden eine Einheit die losgel&ouml;st und unabh&auml;ngig vom Betriebssystem ist.&nbsp;</p><p>Es fehlte eine zentral gepflegte Referenzplattform die auch entsprechend dokumentiert ist. Zuletzt habe ich wieder meine eigene zusammengestellt und nun auch von Grund auf <a href="/gitblit/docs/wbx-shell.git">dokumentiert</a>. Seitdem ist es angenehm ruhig geworden. Die Plattform ist da und tut ihren Dienst. Man kann sich auf darauf laufende Inhalte konzentrieren und muss nicht alle Nase lang irgendewelche neuen Trends nachziehen die doch oft nur als derselbe Kram in neuem Gewand daherkommen.</p><p>Das fertige Produkt ist die <a href="/dev/Software/WebBox/WebBox">WebBox</a>. Ein Web-, Applikations- und Datenbankserver, der einfach in einem Verzeichnis im Dateisystem 'lebt' und ohne irgendwelche 'Verdrahtungen' mit dem Betriebssystem auskommt. Einfach bedienbar und portabel.</p><p>Die WebBox dient nun wieder als Grundlage, von der aus man nicht immer das Rad neu erfinden muss. Eine Referenzplattform f&uuml;r Anwendungen wie ich sie mir w&uuml;nsche und wie sie zuguterletzt auch wieder f&uuml;r andere interessierte Zeitgenossen verf&uuml;gbar ist.</p>http://uhilger.de/worte?b=4783Ulrich Hilger, http://uhilger.de4783Tue, 7 Feb 2017 00:22:27 +0100Identitaet<p><a href="/cms/pub/photo/id/g/693" data-lightbox="693"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 0px solid black;" src="/cms/pub/photo/id/k/693" alt="foto" width="90" height="90" /> </a> Benutzer und Rollen zu verwalten ist eine elementare Funktion f&uuml;r rechnergest&uuml;tzte Dienste und im Grunde garnicht so schwierig herzustellen. Einen Benutzer anlegen, eine Rolle anlegen, die Rolle dem Benutzer zuweisen. So etwas konnte die datenbankgest&uuml;tzte Nutzerverwaltung f&uuml;r Tomcat, die ich mir daf&uuml;r mal angelegt hatte schon die ganze Zeit.</p><p>Ich habe das jetzt mal <a href="/dev/Software/Nutzerverwaltung/Nutzerverwaltung">neu gemacht</a> und die Funktionen mit einer spartanisch einfachen aber responsiven Bedienoberfl&auml;che versehen. Die neue Nutzerverwaltung kann wie bisher als Webanwendung auf Tomcat verwendet werden, um Benutzer und Rollen im laufenden Betrieb - also ohne Neustart nach &Auml;nderungen - zu verwalten. Bei der Gelegenheit wurde auch gleich die Verschl&uuml;sselung von Kennworten an die zum Jahreswechsel in die Version 8.5 von Tomcat eingekehrte Umstellung von MD5 auf SHA angepasst.</p><p>Der Quellcode ist nun mit neuer <a href="/gitblit/docs/um.git">Dokumentation</a> versehen im Repository verf&uuml;gbar und kann mit wenigen Handgriffen zur Herstellung der Nutzerverwaltung verwendet werden. Ein fertig gebautes Webarchiv zum Herunterladen habe ich bislang nicht. Warum auch, der Build l&auml;uft ja bei mir. Aber wer weiss, vielleicht kommt ja irgendwann mal jemand der sagt er kann es auch brauchen und dann stelle ich vielleicht eines bereit.</p>http://uhilger.de/worte?b=4773Ulrich Hilger, http://uhilger.de4773Tue, 31 Jan 2017 22:42:53 +0100Rasanz<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/7509" data-lightbox="7509"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/7509" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Neulich kam ein Beitrag im Fernsehen, der eine Schweizer Fotografin und ihre Arbeit vorstellte. Die Kommentatorin sagte sinngem&auml;&szlig; "..Frau [..] macht Fotografien auf Film, so wie man fr&uuml;her fotografierte..". Selbst als Ewiggestriger horcht man auf: Ist es wirklich schon soweit? Ist Film nun endg&uuml;ltig Geschichte?</p><p>Mittlerweile fotografiert tats&auml;chlich jeder digital. Es ist niemandem mehr zu vermitteln, wenn man es nicht tut. Nicht nur die Begr&uuml;ndung f&auml;llt schwer. Schon die Tatsache an sich l&auml;sst sich Menschen, die Fotografie &uuml;berhaupt nicht anders als digital kennengelernt haben, kaum erkl&auml;ren. Dass es einmal so kommen w&uuml;rde war abzusehen. Diese Rasanz ist allerdings schon &uuml;berraschend.</p><p>Wie auch immer. Nicht beirren lassen. Wie sagen die Briten so sch&ouml;n und treffend? Keep calm and carry on.</p><p>Ein neues Jahr liegt vor uns. Wollen mal sehen, was sich in dessen Verlauf noch so alles auf diese vielfach totgesagte,&nbsp;magische Emulsion bannen l&auml;sst.</p><p style="text-align: right;">Bild:<br />Berlin, Gleisdreieck, Juli 2016<br />MeinFilmLab, SP-3000, Tri-X 400, 28 cron</p>http://uhilger.de/worte?b=4766Ulrich Hilger, http://uhilger.de4766Sat, 21 Jan 2017 20:39:27 +0100Push<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8348" data-lightbox="8348"><img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/8348" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Was ist erstrebenswerter? Viele Ansichten einer Fotografie? Oder die Fotografie als solche?</p><p>Ihr Entstehen vom Einlegen des Films bis zum Bet&auml;tigen des Ausl&ouml;sers und der Entwicklung des Materials einschlie&szlig;lich all der unz&auml;hligen Begleitumst&auml;nde, ohne die nicht eine einzige Aufnahme an dieser Stelle erscheinen w&uuml;rde? Ein Gedanke, der kaum in den Sinn gelangt, wenn ein Bild wie tausende andere konsumiert wird auf Plattformen wie flickr, Instagram oder Facebook heutzutage.</p><p style="padding-left: 30px;">Find your inspiration.</p><p>So schl&auml;gt es einem in gro&szlig;en Lettern neuerdings auf flickr entgegen. Mitsamt gewaltig wuchtigen Bildern.&nbsp;</p><p>Auf der Homepage wird Klasse statt Masse praktiziert und damit gleichzeitig das Gegenteil beworben, denn jenseits dieser Homepage beginnt die &Ouml;dnis. Merkt das jemand? Egal. Hautpsache, die Kasse stimmt. Oder was auch immer f&uuml;r die Beteiligten eine Entsprechung sein mag. Jedenfallls l&auml;&szlig;t sich sagen: Es scheint gut zu funktionieren angesichts der regen Beteiligung.</p><p>Das Netz hat sich gewandelt und wandelt sich weiter. Das Miteinander weicht einem Nebeneinander und leider h&auml;ufiger als man mag auch einem Gegeneinander. Ich sp&uuml;re bei mir eine Verzagtheit dar&uuml;ber und was flickr anbetrifft stellt sich wieder einmal die Frage, ob und wie es dort weiter gehen soll.</p><p>Die hier gezeigte Aufnahme erscheint nicht dort. Sie erscheint mir hier und auf den <a href="../photo">Fotoseiten</a> richtiger untergebracht. Hier geh&ouml;rt sie hin, nicht dort.</p><p>Wer warum auch immer den Weg hierher findet, dem sei gew&uuml;nscht: Ein gutes Jahr 2017. Gutes Licht. Ein gutes Leben und Gesundheit. Auf dass die unerfindlichen M&auml;chte, die uns hier zusammengef&uuml;hrt haben noch ein wenig mehr Geduld mit alledem haben.</p><p>Danke f&uuml;r Eure Begleitung im nun fast vergangenen Jahr. Ihr wisst schon, wen ich meine. Guten Rutsch und so. Party on! :-)</p><p>&nbsp;</p><p style="text-align: right;">Bild:<br />Berlin, Potsdamer Platz, Nov. 2016<br />MeinFilmLab, SP-3000, Portra 400 (push 2), 28 cron</p>http://uhilger.de/worte?b=4743Ulrich Hilger, http://uhilger.de4743Sat, 31 Dec 2016 20:20:19 +0100Dokumentation<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/1844" data-lightbox="1844"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 0px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/1844" alt="foto" width="80" height="100" /> </a> Java gibt es schon seit mehr als zwanzig Jahren und nahezu ebensolange verwende ich die Technik. Anfangs nutzte ich Java nur f&uuml;r eigene Zwecke. Nach und nach verbreitete sich die Technologie dann auch in der Industrie und mittlerweile ist Java auch beruflich nicht mehr wegzudenken.</p><p>Zuletzt sind eine ganze Reihe anderer, neuerer Technologien auf den Plan getreten und so wird es auch in Zukunft weiter gehen. So interessant vieles davon ist und bleiben wird, Java hat f&uuml;r mich einen besonderen Stellenwert behalten.</p><p>Obwohl die Plattform von Anfang an ausserordentlich gut dokumentiert ist, erscheinen mir wesentliche Zusammenh&auml;nge noch immer nicht ausreichend beschrieben. Noch heute, nach so langer Zeit, scheint es an einem einfachen Einstieg zu fehlen. Ich schreibe bewu&szlig;t 'scheint' denn mit Sicherheit ist all das unz&auml;hlige Male gut und richtig erkl&auml;rt irgendwo nachzulesen. Allein es zu finden ist manchmal aufwendiger als die paar Sachen selbst aufzuschreiben.</p><p>Etwa, wie man ein Java-Programm eigentlich ausf&uuml;hrt. Selbst dies d&uuml;rfte gef&uuml;hlt millionen Male beschrieben sein. Doch lassen viele einschl&auml;gige Beschreibungen wesentliche Fragen offen, setzen bestimmtes Wissen stillschweigend voraus oder erfordern unn&ouml;tige Abh&auml;ngigkeiten.</p><p>Mag auch die Zeit f&uuml;r so etwas mehr als knapp bemessen sein ist es mir ein Bed&uuml;rfnis, die Zusammenh&auml;nge aus meiner Sicht zu beschreiben. Nach und nach sollen wesentliche Punkte des Einsatzes von Java von Grund auf ersichtlich werden und aus einer Hand zug&auml;nglich sein.</p><p>Letzteres hat obendrein den Vorteil, selbst dazu beitragen zu k&ouml;nnen, dass die Dokumentation verf&uuml;gbar bleibt. Allzuoft ist so maches Dokument von anderer Quelle schon nicht mehr zug&auml;nglich oder es werden &auml;ltere Ans&auml;tze durch neuere ersetzt ohne, dass Altbew&auml;hrtes dabei verbessert wird.</p><p>Den ersten Beitrag habe ich nun fertig: Der Tipp <a href="../dev/Tipps/java-programme-ausfuehren">Java-Programme ausf&uuml;hren</a> kann ab sofort auf der Werkbank gelesen werden.</p>http://uhilger.de/worte?b=4740Ulrich Hilger, http://uhilger.de4740Sat, 31 Dec 2016 18:17:57 +0100Filmgenuss<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8541" data-lightbox="8541"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/8541" alt="foto" width="90" height="120" /> </a> Wie auch schon <a href="../dev/Artikel/TV-Aufnahmen-mit-dem-Rechner">hier</a> erw&auml;hnt, ist Zeit zum Fernsehen knapp bemessen und soll m&ouml;glichst mit Inhalten verbracht werden, die wirklich interessant sind. F&uuml;r meine eigenen Zwecke verwende ich dazu neben den im Artikel erw&auml;hnten Hilfsmitteln mein Programm <a href="../dev/Software/dvr/dvr">dvr</a>, was nun schon geraume Zeit f&uuml;r so manchen Filmgenuss im Hause sorgt.</p><p>Der Science-Fiction-Klassiker&nbsp;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0066769/">The Andromeda Strain</a> kam beispielsweise schon l&auml;nger nicht mehr im Fernsehen. Der Streifen ist nicht nur wegen seines messerscharfen Plots sehenswert. Er besitzt auch diese besondere Bildsprache und -qualit&auml;t, die viele Filme aus dieser Zeit auszeichnet. Bestimmt schon Jahre nicht mehr ausgestrahlt lief der Film k&uuml;rzlich auf ZDF neo irgendwann nachts um Zwei. Beim lustlosen Bl&auml;ttern in der Fernsehzeitschrift stie&szlig; ich eher zuf&auml;llig darauf, h&auml;tte ihn beinhahe &uuml;bersehen. Hocherfreut &uuml;ber den Fund war die Aufzeichnung flugs programmiert.</p><p>Das Aufzeichnen auf diese Weise funktionierte offenbar schon zu lange einfach tadellos und ich hatte dar&uuml;ber wohl ein wenig den &Uuml;berblick verloren, was am Markt daf&uuml;r derzeit aktuell ist. Wenn dann mal eine Aufnahme nicht funktioniert ist es gleich doppelt schmerzlich da es neben der Notwendigkeit zur Reparatur angesichts des uns&auml;glichen Schrotts, der tagt&auml;glich sicher tonnenweise &uuml;ber den &Auml;ther geht, auch ohne St&ouml;rung schon selten genug ist, mal eine Perle zu finden.</p><p>Aber ausgerechnet hier liess mich nach Jahren st&ouml;rungsfreiem Betrieb der TV-Empf&auml;nger im Stich.&nbsp;Anf&auml;ngliche Hoffnungen, es k&ouml;nne vielleicht nur das Netzteil sein, liessen sich leider nicht best&auml;tigen. Das kleine Kerlchen tut keinen Mucks mehr und ist wohl hin&uuml;ber.</p><p>Seinerzeit kam ein Apparat von TechnoTrend zum Einsatz, weil f&uuml;r diesen Ubuntu Linux den passenden Treiber schon an Bord hat und er zudem deutlich g&uuml;nstiger zu haben war als vergleichbare Modelle des Mitbewerbs. Bedauerlicherweise hat der Hersteller zwischenzeitlich das Interesse am Linux-Markt verloren. Das Ger&auml;t wird nicht mehr hergestellt, das Nachfolgemodell kostet fast 50% mehr und es ist auch dann kein Treiber zum Laufen zu bringen, wenn man ihn selbst kompiliert.</p><p>Bei der Suche nach Ersatz ist einmal mehr das <a href="https://wiki.ubuntuusers.de/DVB-Karten/">Wiki von Ubuntuusers</a> eine gro&szlig;e Hilfe, dort kann man sich zun&auml;chst in aller Ruhe informieren. Nun eines g&uuml;nstigeren Modells beraubt sind in der Preislage bis hundert Euro dann gleich eine ganze Reihe anderer Ger&auml;te erh&auml;ltlich, die alles N&ouml;tige bieten. Ich habe mich schlie&szlig;lich f&uuml;r ein <a href="http://sundtek.com/?tb=1&amp;lm=1">Modell von Sundtek</a> entschieden.</p><p>Der Treiber wird einfach von der Webseite des Herstellers geladen. Er l&auml;&szlig;t sich mit der Ausf&uuml;hrung eines Installationsskripts in einem Schritt auf Linux installieren. Danach wird der per USB verbundene Fernsehempf&auml;nger automatisch erkannt und ins System eingebunden. Das ist mit dem Befehl <code>ls /dev/dvb</code> auf der Kommandozeile ersichtlich. Wenn darauf die Antwort <code>adapter0</code> erscheint, wurde der Empf&auml;nger erkannt.</p><p>Nach wie vor gilt: Der ganze Firlefanz im Handel ist ziemlich unn&ouml;tig. Dank der Arbeit einiger versierter Zeitgenossen ist mit ein klein wenig Eigenregie ein Rechner f&uuml;r den TV-Empfang hergerichtet und im Handumdrehen zur Aufzeichnung bereit. Weder das Fernsehen mit seinen unm&ouml;glichen Sendezeiten und gut versteckten Beitr&auml;gen noch Handel und Hersteller mit mangelnder Linux-Unterst&uuml;tzung k&ouml;nnen einen hin und wieder &uuml;ber den Sender gehenden Filmgenuss verhindern.</p>http://uhilger.de/worte?b=4735Ulrich Hilger, http://uhilger.de4735Fri, 30 Dec 2016 14:42:52 +0100Beseelt<p>Nicht nur die dunkle Jahreszeit stellt den gelegentlichen Knipser vor so manche Herausforderung. Aufnahmen ohne Blitz im Innenraum, noch dazu von sp&auml;rlich beleuchteten sich rasch bewegenden Menschen ist eine auf den ersten Blick unm&ouml;glich erscheinende Aufgabe. Digitalkameras mit ihrer gro&szlig;en Lichtst&auml;rke haben der Fotografie auf Film da manches voraus, Film hingegen macht einen Teil mit einem schwer zu treffenden Aussehen wieder wett.</p><p>Doch wie bringt man das unter einen Hut? Auf der digitalen Seite kann man der Software zur RAW-Entwicklung Filmeffekte wie beispielsweise die von VSCO oder DxO hinzuf&uuml;gen. Und bei Filmen kann man per Push-Entwicklung die Grenzen der Lichtempfindlichkeit ein wenig ausdehnen. Beides hat so seine Vor- und Nachteile und manches Ergebnis bleibt letztenendes Geschmackssache. Wichtig erscheint mir, alle Mittel einzubringen, auszusch&ouml;pfen, auszuloten.&nbsp;</p><p>Hier eine Fotografie mit der A7s als unver&auml;ndertes RAW-Bild sowie verwandelt in Schwarzwei&szlig; und nachbearbeitet mit Hilfe eines Filmeffekts. Leicht ver&auml;ndert im Beschnitt, um die &Uuml;berg&auml;nge beim Betrachten ein wenig lebhafter zu gestalten.</p><p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8537" data-lightbox="8537"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8537" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8338" data-lightbox="8537"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8338" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8536" data-lightbox="8537"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8536" alt="foto" width="120" height="83" /> </a></p><p>Es ist eine Freude, dass eine Wegmarke der Optik wie ein 50mm-Objektiv von vor mehr als 40 Jahren an heutiger Technik noch immer klaglos ihren Dienst tut. Der Adapter von Voigtl&auml;nder ist dabei sein Geld wert aber die Leistung von Sony darf man nicht verkennen. Jeder Cent f&uuml;r diese Instrumente ist gut angelegt. Blende 2,8 und eine 125stel Sekunde Belichtungszeit ergaben bei den herrschenden Lichtverh&auml;ltnissen eine Lichtst&auml;rke von 8000 ISO (!).</p><p>Kommt man mit Film an solche Werte nicht heran, ist das Ergebnis eines um zwei Blendenstufen unterbelichteten und entsprechend mit +2 'gepushten' CineStill 800T dennoch sehenswert. Dasselbe Objektiv zu verwenden l&auml;&szlig;t den Vergleich des Sensors mit der Emulsion fair geraten. Ich kann mir nicht helfen: Stimmung, Anmutung, Ausdruck gefallen mir unbeschreiblich gut. Mangelnde Sch&auml;rfe und &uuml;berm&auml;&szlig;ig grobe K&ouml;rnigkeit k&ouml;nnen nichts von dieser - ja wie will man es nennen - Wucht bremsen.</p><p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8528" data-lightbox="8528"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8528" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8533" data-lightbox="8528"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8533" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8532" data-lightbox="8528"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8532" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/8531" data-lightbox="8528"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/8531" alt="foto" width="120" height="83" /> </a></p><p>Vielleicht ist in diesen Bildern auch der ganze Unterschied einer seelenlosen Maschinenperfektion gegen&uuml;ber der &uuml;berraschenden Vielfalt unserer Lebenswelt schon manifestiert. Film versus Digital mag ein andauerndes Thema bleiben. Und Digitalkameras m&ouml;gen den Markt l&auml;ngst erobert haben. Ein ganz erkleckliches St&uuml;ck Wegs haben sie trotz allem noch vor sich, bis sie den Stand von Film vor rund 60 Jahren erreicht haben.</p>http://uhilger.de/worte?b=4722Ulrich Hilger, http://uhilger.de4722Sat, 10 Dec 2016 19:38:52 +0100Wiederkehr<p><a href="/cms/pub/photo/id/g/8154" data-lightbox="8154"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="/cms/pub/photo/id/k/8154" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Nicht ganz ein Jahr ist es her, dass ich mit der <a href="/?b=4332">Abschaltung der Werkbank</a> einen Teil meiner Webpr&auml;senz zur&uuml;ckbaute. Die Inhalte waren weiterhin da, allerdings nur gespeist aus der sehr rudiment&auml;ren Funktion zur Dokumentausgabe des <a href="http://netzpult.de">Netzspeichers</a>.</p><p>Seither habe ich mich immer mal wieder wenn die Zeit es erlaubte mit Grundlagen der Gestaltung von Webseiten besch&auml;ftigt. Ich wollte zwar gern weiterhin einen Ort der, anders als hier im Journal, Inhalte dauerhaft und repr&auml;sentativ bereit stellt und der unabh&auml;ngig ist von all den einschl&auml;gigen Anbietern von Web-Hosting-Diensten und Cloud-Angeboten, ganz zu Schweigen von Facebook, Google, Dropbox, Evernote und Konsorten. Gleichzeitig sollte aber nicht alle Nase lang alles neu gemacht werden m&uuml;ssen, nur, weil wieder einmal irgendein neuartiges Gimmick unterst&uuml;tzt werden will.</p><p>Mein Fokus lag auf m&ouml;glichst universeller Verwendbarkeit. So habe ich neben der Einstellung zur <a href="../dev/Tipps/Tipp-HTML-Seiten-fuer-Handys">Unterst&uuml;tzung unterschiedlicher Dichten der Bildschirmdarstellung</a> und der Verwendung relativer Ma&szlig;einheiten z.B. auch skalierbare Zeichens&auml;tze genutzt. Ein auf dem neuen <code>flexbox</code>-Modell beruhende Gestaltung rundet die Ma&szlig;nahmen ab. Dessen Eigenarten erl&auml;utert ein <a href="../dev/Artikel/flexbox/Flexbox-Artikel">neuer Artikel</a>, den ich zu meinen 'Studien' aufgeschrieben habe.</p><p>Das Ergebnis kann sich buchst&auml;blich sehen lassen. Es ist ein Beispiel, wie heutige Mittel den Aufwand zur Webseitengestaltung sp&uuml;rbar verringern und mit weniger M&uuml;hen Inhalte unabh&auml;ngig vom zur Betrachtung verwendeten Ger&auml;t im Netz bereitgestellt werden k&ouml;nnen.</p><p>Die aus der Besch&auml;ftigung mit neuerer Webtechnik gewonnenen Erkenntnisse sind in eine neue Fassung der Werkbank eingegangen und so kann ich mich heute freuen, eine erste Version davon in Betrieb zu nehmen. Ein Teil der damaligen Absicht, n&auml;mlich irgendwann einen "..abgespeckten Auftritt mit Tipps, Beitr&auml;gen und Inhalten.." wieder ans Netz gehen zu lassen, wird damit Wirklichkeit.</p><p>Das Internet hat meine <a href="/dev">Werkbank</a> wieder.</p>http://uhilger.de/worte?b=4672Ulrich Hilger, http://uhilger.de4672Tue, 18 Oct 2016 17:35:14 +0200Herbstzeit<p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/6046" data-lightbox="6046"> <img style="float: right; margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/k/6046" alt="foto" width="240" height="167" /> </a> Tiefstehende Sonne, Gegenlicht, ein Hauch von Dunst in der Luft und ein Meer herabgefallenen Laubs im feuchten Gras. Wer k&ouml;nnte widerstehen, hier ein Bild zu machen?</p><p>Derlei Szenerien abzufotografieren, noch dazu mit geringster Sch&auml;rfentiefe, ist sicherlich zuvorderst ein wohlfeiles Klischee. Egal: Als Kind des Herbstes werde ich wohl noch viele lichtdurchfluteten Schw&auml;rmereien einfangen. </p><p>Im vergangenen Jahr hatten wir uns schon vollends auf die kalte und dunkle Jahreszeit eingestellt, als zu ungew&ouml;hnlicher Zeit Anfang November unverhofft solches Wetter nicht nur mit sch&ouml;nem Licht sondern auch mit fast sp&auml;tsommerlicher W&auml;rme aufwartete. Ein Sp&auml;therbstspaziergang der besonderen Art zweifelsohne dessen Erinnerung bei Betrachten dieses Bildes wieder aufkommt.</p><p>Beste Voraussetzungen dieser eher kalten Tage f&uuml;r ein herbstliches Kalenderblatt hier im Journal.</p>http://uhilger.de/worte?b=4669Ulrich Hilger, http://uhilger.de4669Sun, 9 Oct 2016 18:04:11 +0200Einmischung<p>Es ist noch nicht lange her, dass ich im Juni am Brandenburger Tor in eine gro&szlig;e Menge von T&uuml;rkinnen und T&uuml;rken geriet, die ihren Unmut dar&uuml;ber bekundeten, dass an diesem Tage deutsche Abgeordnete die Ermordung tausender Armenier durch das Osmanische Reich w&auml;hrend des Ersten Weltkrieges als V&ouml;lkermord bezeichneten. Die Menschen nutzten die Versammlungsfreiheit in unserem Land, um dort Flagge zu zeigen und gegen diese aus ihrer Sicht unzul&auml;ssige Einmischung einzutreten.</p><p><a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/6978" data-lightbox="6978"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/6978" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/6983" data-lightbox="6978"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/6983" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/6982" data-lightbox="6978"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/6982" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/6981" data-lightbox="6978"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/6981" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/6980" data-lightbox="6978"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/6980" alt="foto" width="120" height="83" /> </a> <a href="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/g/6976" data-lightbox="6978"> <img style="margin: 5px 10px; border: 1px solid black;" src="http://uhilger.de/cms/pub/photo/id/w/6976" alt="foto" width="120" height="83" /> </a></p><p>Der t&uuml;rkische Botschafter wurde aus Berlin heimbeordert.</p><p>Nun war es damals wahrscheinlich kein Zufall, Unfall oder h&ouml;here Gewalt, dass so viele hunderttausend Armenier den Tod fanden und sie gingen auch gewi&szlig; nicht freiwillig in den Tod. An diesem Tag in Berlin jedoch war deutlich mitzubekommen, dass jegliche Betrachtung oder gar Er&ouml;rterung solcher Erw&auml;gungen nicht dem Wunsch der dort Versammelten entsprach und so feuerten sie sich weiter gegenseitig an, die Feststellung der deutschen Politiker rundherum zu verurteilen.</p><p>Ist dies die Angelegenheit eines Landes und seiner Bev&ouml;lkerung allein?</p><p>Wir erleben gerade eine Diskussion dar&uuml;ber, inwieweit der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen geeignet ist, seine Funktion wirksam wahrzunehmen. Seit mehr als f&uuml;nf Jahren verhindert das Veto eines Landes, Russland, dass die Haltung der anderen L&auml;nder USA, England, Frankreich und China wirksam umgesetzt und eine Chance auf Frieden in Syrien geschaffen wird. Leider ist jegliche Diskussion dar&uuml;ber fruchtlos, da nur die Vetom&auml;chte selbst ihren Status &auml;ndern k&ouml;nnen.</p><p>Die politischen Grenzen in unserer Welt d&uuml;rfen nicht in den K&ouml;pfen Einzug halten. Selbstverst&auml;ndlich ist es eine 'Einmischung', wenn Menschen ausserhalb des betreffenden Landes einen dort stattfindenden Krieg beenden m&ouml;chten. Und selbstverst&auml;ndlich m&ouml;chten die Konfliktparteien das nicht. Jeder mag selbst beurteilen, ob eine Einmischung 'von au&szlig;en' sch&auml;dlich oder n&uuml;tzlich f&uuml;r den Frieden ist. Oder ob sie vielleicht das einzige Mittel gegen die vollst&auml;ndige Vernichtung ist.&nbsp; &nbsp;</p><blockquote><p>"Krieg entscheidet nicht, wer Recht hat sondern nur, wer &uuml;brig bleibt"<br /><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell">Bertrand Russel</a></p></blockquote><p>In der T&uuml;rkei trugen sich zwischenzeitlich drastische Ver&auml;nderungen zu. Viele tausend Menschen wurden binnen Stunden verhaftet. Die selbe Gr&ouml;&szlig;enordnung von Beamten wurde in k&uuml;rzester Zeit ihrer Posten enthoben. Was mit den vielen Menschen geschah? Was ihnen genau vorgeworfen wird? Ob sie getan haben, was ihnen zur Last gelegt wird? Man wei&szlig; es nicht. Journalisten oder Beobachter werden vor Ort als Sympathisanten oder gar Umst&uuml;rzler bezichtigt und laufen Gefahr, selbst verhaftet zu werden. Eine authentische Information &uuml;ber die Vorg&auml;nge im Land scheint nicht m&ouml;glich und so sind die Gedanken dar&uuml;ber an dieser Stelle freilich pures H&ouml;rensagen.</p><p>Dennoch werde ich den Eindruck nicht los, dass ein Teil der t&uuml;rkischen Bev&ouml;lkerung am Brandenburger Tor Freiheitsrechte genie&szlig;t und wahrnimmt, die einem anderen Teil der t&uuml;rkischen Bev&ouml;lkerung verwehrt werden und dass diesem Teil damit eine fragw&uuml;rdige Unterdr&uuml;ckung widerf&auml;hrt. Wie weit ist es von Unterdr&uuml;ckung zu V&ouml;lkermord? Die Menschen in Deutschland haben das hoffentlich ebensowenig vergessen wie die Menschen im Rest der Welt.</p><p>Gestern nun wurde verk&uuml;ndet, dass der t&uuml;rkische Botschafter zur&uuml;ck sei in Berlin und dass sich die Beziehungen zwischen Deutschland und der T&uuml;rkei normalisiert haben. Die deutsche Regierung hatte sich zuvor von der Haltung der Abgeordneten im Bundestag distanziert.</p><p>Wie viel Heuchelei vertr&auml;gt eine echte Freundschaft? Und wieviel Einmischung erfordert sie?</p>http://uhilger.de/worte?b=4597Ulrich Hilger, http://uhilger.de4597Sat, 8 Oct 2016 08:45:34 +0200